Mit ‘Kultur’ getaggte Beiträge

Seit mehreren Jahren ist die FOS bestrebt Europa und die „Euregio“ als Unterrichtsschwerpunkt einzubauen. Im Herbst soll die neue Fachrichtung „Tourismus mit Schwerpunkt Euregio“ mit einer ersten Klasse starten.

In diesen Tagen fivortrag_euregio1nden die Euregio-Tage für zweite, dritte und vierte Klassen der touristischen Fachrichung statt. Eingeleitet wurden diese mit einem Eröffnungsreferat zur Geschichte, den Funktionen und den Zielsetzungen von Armin Gluderer vom Euregio-Büro in Bozen.

Die Abkürzung Euregio steht für Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino. Die offizielle und etwas sperrige Bezeichnung lautet Europäischer Verbund für Territoriale Zusammenarbeit (EVTZ), eine europäische Institution, die eine grenzüberschreitende Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Regionen in benachbarten Staaten anstrebt. EU-weit gibt es mehr als fünfzig Euregios.

Auch wenn sie sich in Svortrag_euregio2prache und Kultur unterscheiden, haben sie jedoch gemeinsame Ziele vor Augen. Zu ihren Vorhaben gehören die Förderung der Wirtschaft, der Gesellschaft, der Wissenschaft, des Lebens- und Arbeitsraumes, der Bildung und des Tourismus. Eines der vielen Projekte, die dieser Euregio am Herzen liegen ist die Erweiterung des Bildungshorizonts. So sollen beispielsweise in nächster Zeit verschiedene Projekte zu Schüleraustausch zwischen Schulen der drei Euregio-Länder Tirol, Südtirol und Trentino statt finden. Projekte, die uns Schüler/innen hoffentlich viele Möglichkeiten eröffnen.

Von Sabrina Kofler, Myriam Knoll und Jana Braunhofer (Klasse 2TS2)

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Barbara Kofler aus der Klasse 4TS4 verbringt ein „Auslandsjahr“ in Kalabrien

Ich bin jetzt seit sechs Monaten in Kalabrien und habe gemerkt, dass ein Jahr fern von zu Hause Höhen und Tiefen hat. Am Anfang ist man euphorisch, weil das Abenteuer beginnt, dann bemerkt man die ersten Schwierigkeiten: Verständigungsprobleme, schlechte Schulnoten, keine Freunde.

Die Schule ist hier ganz anders als in Meran. Es wird fast nur mündlich geprüft (ein Albtraum für jemanden, der nicht perfekt Italienisch spricht) und die Zeugnisnoten werden in mündlich und schriftlich unterteilt. In Mathematik und den Sprachfächern werden zwei Schularbeiten pro Semester geschrieben. Das Schlimmste an den mündlichen Prüfungen ist aber, dass jede Lehrperson in jeder Unterrichtsstunde prüft. Man muss also jeden Tag in jedem Fach vorbereitet sein. Außerhalb der Schule sind die Lehrer jedoch ganz anders. Sie interessieren sich für die Schüler und ihre Probleme und geben ihnen mütterliche Ratschläge. Die Lehrer kennen die Familien und Freunde ihrer Schüler.

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Da dieses Jahr alle meine Klassenkollegen 18 Jahre alt werden, war ich auf vielen Geburtstagsfeiern. Die Feste sind aber ganz anders als bei uns. Wir würden mit unseren engsten Freunden in die Diskothek gehen. Hier machen sie eine riesen Party, bei der sie ihre ganze Familie, Klasse und Freunde einladen. Meistens sind es dann zwischen 60 und 100 Personen, die sich am Abend in einem Restaurant treffen. Alle elegant gekleidet, Frauen im Abendkleid und Männer im Anzug. Für diese Feste wird ein eigener DJ gebucht, der sich um die Unterhaltung kümmert. Die Eltern des Geburtstagskindes bezahlen alles. Es wird gegessen, rustikal oder Pizza (oder beides) und danach wird getanzt bis spät in die Nacht. Und dann am nächsten Tag sollte man in die Schule gehen.

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Nach diesen sechs Monaten fällt mir immer mehr auf, wie viele Unterschiede es zwischen uns und den Süditalienern gibt. Wenn verschiedene Kulturen aufeinandertreffen, werden oft verwirrte Blicke ausgetauscht. Ich kann sie jedenfalls immer noch nicht ganz verstehen, die Leute vom anderen Ende Italiens.